About

Art is like a language… You have to learn, be open minded and most importantly you have to train your skills!

Schon zu Beginn meiner Reise habe ich mich extrem schwer damit getan, wenn Personen mich als „talentiert“ oder „begabt“ bezeichnet haben. Die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung kam dadurch zustande, dass ich mich selbst nie so sehen konnte. Die Kunst ist mir nicht in die Wiege gelegt worden oder fließt mir im Blut. Sie ist das Ergebnis harter Arbeit und viel Übung! Mein sogenanntes „Talent“ würde ich eher als eine „Passion“ bezeichnen. Ich habe der Kunst so viel Raum in meinem Leben gegeben, wie sie benötigte um wachsen zu können und die Form anzunehmen, die Sie heute hier sehen. Wie eine Blume habe ich meine Arbeit gehegt und gepflegt und dafür gesorgt, dass sie eine ganz einzigartige Blüte entfalten konnte, ganz frei nach dem Motto:

Aber von Beginn an, wer erzählt das hier überhaupt? Meine ersten künstlerischen Gehversuche unternahm ich im Alter von 13 Jahren. Zu dieser Zeit entwickelte sich mein Interesse für Zeichnungen, zunächst mit Bleistift und Kohle, später mit Pastellkreiden und Acrylfarben. Jedoch fühlte ich mich nie so richtig Zuhause… Irgendetwas fehlte und ich hatte das Gefühl, meinen Motiven einfach nicht gerecht werden zu können. 2019 entschied ich schließlich, durch die Inspiration einer Person in meinem nahen Umfeld, den Versuch zu wagen und auf Holz zu malen. Zu diesem Zeitpunkt noch immer mit Acrylfarben und mäßig überzeugenden Ergebnissen. Aufgrund der schnellen Trocknungszeiten und der fehlenden Flexibilität griff ich schließlich 2020 zu Ölfarben, die meine Kunst nachhaltig verändern sollten. Plötzlich war der gesamte Prozess entschleunigt! Ich empfand keinerlei Stress mehr bezüglich der Farben und ihrer Veränderlichkeit. Endlich war es mir möglich, die gleiche Stelle im Bild noch Stunden oder einen Tag später abzuändern, ohne von vorn beginnen zu müssen. Aber wie alles im Leben hat auch dieser Vorteil seine Schattenseite. Die Möglichkeiten zur Veränderung schöpfte ich aus und das leider auch häufiger als gut gewesen wäre. Ich bin ein Mensch, der sich in kleinen Details stundenlang verlieren kann, um sich dann zu wundern, warum es keine Fortschritte im Schaffensprozess gibt. Und diese fehlenden Fortschritte können auf die Dauer sehr demotivierend sein. Das führt nicht selten zu sogenanntem „Art-Block“, also einer Blockade die Tage, Woche oder Monate anhalten und den künstlerischen Schaffensprozess nachhaltig belasten oder ganz verhindern kann. In meinem bisherigen Leben hatte ich bereits einige dieser Blockaden und ich werde hier definitiv irgendwann einen Beitrag dazu verfassen, wie ich aus diesen Blockaden wieder herausgefunden habe. Aber dazu soll an anderer Stelle mehr folgen. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass als Künstlerin tätig zu sein nicht einfach nur eine spaßige Angelegenheit ist. Und dennoch hat die Kunst mich öfter gerettet als ich zählen kann. Das Klischee, dass der Geist zur Ruhe kommt, trifft auf mich voll zu. Und manchmal habe ich mich nur motiviert im Leben weiterzumachen, weil es noch ein Bild gab, dass ich noch vollenden, eine letzte Geschichte die ich noch erzählen wollte. Und so ging das Leben weiter, denn das schöne in der Malerei ist, dass Inspirationen hinter jeder Ecke warten können und dich völlig für sich einnehmen…

Neben der Malerei übe ich seit 2023 noch eine weitere Kunstform aus, nämlich die Fotografie. Die Natur inspiriert mich mit all ihren Facetten, aber durch die Malerei habe ich manchmal den Blick für die kleinen Dinge verloren. Die Details, die das Leben häufig so besonders machen, gehen schnell verloren, wenn man sie so „leicht“ selbst kreieren und abbilden kann. Durch die Fotografie nehme ich auch die Welt ganz nah um mich herum wieder schärfer und klarer wahr als zuvor. Der Blick verschiebt sich, Pupillen stellen scharf und die Welt wird weit…

Der Fluch eines Künstlers ist es die Welt so klar zu sehen und doch so weit entfernt zu sein eins mit ihr zu werden.